Hochbegabung


Unter Hochbegabung wird überwiegend ein geistiges Potential verstanden, welches sich unter günstigen Bedingungen zu herausragenden Leistungen und Kenntnissen entwickeln kann, aber nicht muss.

Ab einem Intelligenzquotienten (IQ) von 130 gilt ein Mensch als hochbegabt. Hochbegabte stellen nur 2% der Bevölkerung dar. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass der IQ allein nicht das Maß aller Intelligenz ist, weil er nur begrenzte Arten der Intelligenzen wie überdurchschnittliche mathematische, musische, sportliche etc. Begabungen feststellen kann. Doch Hochbegabung ist viel mehr. Sie ist zudem das Zusammenspiel von visionärem Geist, ausgeprägter Kreativität – auch bei der Lösungsfindung-, der Komplexität, sehr ausgeprägter Eigenmotivation und Frustrationsgrenze, den sozialen und emotionalen Kompetenzen, den Gedankensprüngen, der Hochsensibilität, der Vielfältigkeit und Vielbegabung, ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn, der Drang zum Perfektionismus und zur Weltverbesserung.

Erst durch die Selbstkompetenz, auf die Themen und Fragen hinzuschauen und sie nicht zu vermeiden, kann der Hochbegabte diese und sich selbst hinterfragen. Er muss bereit sein, zu zweifeln. Auch an sich selbst zu zweifeln. Eine mir bekannte Hochbegabte beschrieb die Aussage, dass man die Sonne mit dem Licht nicht verwechseln dürfe. Die Sonne sei mächtig und groß. Aber das Licht gäbe die Wärme und gäbe die Richtung an. Viele durchschnittlich begabte Menschen  ohne Selbstzweifel würden sich mit Größe und Selbstbewusstsein verwechseln, während der  selbstzweifelnde Hochbegabte eigentlich das Licht und die eigentliche Größe sei.

Eine genetische Hochbegabung kann zwar vorliegen, aber durch spätes Erkennen im Erwachsenenalter, mangelnde Förderung, Trauma, gravierende interkulturelle und migrationsthematische Schwierigkeiten sowie weitere ungünstige Umstände im Zweifel nicht zutage treten.